Nach der Übernachtung im "Baggerloch" sind wir nach langer, teils eintöniger Fahrt am Anleger des Gasthauses "Zum Roß" bei Elbkilometer 92,5 angekommen. Im "Roß" haben wir sehr gut und günstig gegessen und getrunken, unter anderem den in der Region angebauten sehr gut mundenden Wein. Etwa 10 km vor dem "Roß" haben wir die ersten Berge zu Gesicht bekommen...Ein völlig tolles, aber auch merkwürdiges Erlebnis, mit ELSE, die Pfingsten noch auf der Ostsee war nun 70 Meter über NN "durch`s Gebirge zu fahren !
Nach dem Aufbruch vom "Roß" fahren wir die relativ kurze Strecke nach Dresden, welches gegen 16 Uhr in Sicht kommt. Im "Winterhafen" finden wir Unterschlupf am Gästesteg, zeitweilig mit Strom (beim abendlichen Schauer merkt der Steg-FI, das irgendwas nicht stimmt und kappt die Stromzufuhr..).Größer ist allerdings unser" Müllproblem" : Seit Tangermünde gab es keine Möglichkeit mehr den Müll (vor allem die Flaschen...) los zu werden und der stapelt sich jetzt sortiert unter der Sonnenliege...Wastetour 2011 !
Montag ist "Ruhetag" und abends werden Mila und Alena erwartet...
Vormittags haben wir uns bei Netto neu mit Proviant versorgt, seitdem gammeln wir im wesentlichen rum.
Beim Erkunden der näheren Umgebung macht mich ein am Ufer stehender netter Mensch auf eine auf einem Holzstück im Wasser sitzende Schildkröte aufmerksam !! Unglablich !! Ich möchte bitte ganz still sein und mich langsam bewegen, sonst ist sie schnell weg ( obwohl wir gar nicht nah dran sind..) Und beim längeren Beobachten entpuppt sie sich als wirklich echt und nicht aus Plaste, äugt sie doch bei jeder Bewegung zu uns rüber. Google klärt später eindeutig auf : Es muß eine europäische Sumpfschildkröte sein und wenn es sie in Deutschland gibt, dann eigentlich nicht in diesem Hafenbecken...(ähnlich wie den Schwarzstorch vor ein paar Tagen und der Adler mit dem weissen Kopf über dem Hausberg vom "Roß", diese Tier gibt es hier eigentlich auch kaum...)
Morgen soll es dann ganz früh -vor den Dampfern - nach Postelwitz kurz vor der tschechischen Grenze gehen. Ein freundlicher Hafenmeister (genauer: seine Frau ) hat von sich aus zurückgerufen und uns zugesagt, das für die dicke ELSE Platz sei !
Hoffentlich treffen wir immer die Fahrinne...!
Ein paar Eindrücke der letzten 48 Stunden :
Passage von Meißen, da wollen wir auf dem Rückweg noch mal hin !
In den Bergen...!
ELSE am Anleger "Zum Roß"
Dresden in Sicht !
"Winterhafen" Dresden
Schildkröte im Hafen !!
MY.ELSE@kabelmail.de
Montag, 18. Juli 2011
Freitag, 15. Juli 2011
Irgendwo im nirgendwo...
Tja, womit anfangen ?? Fast hätten wir heute durchfahren müssen bis Dresden...Geht aber nicht im Dunkeln ohne Scheinwerfer, mit dem man die Fahrwasserbaken suchen kann... Doch der Reihe nach : Nach stundenlanger "Alleinfahrt" sind wir gegen halb sechs in Coswig angekommen. Da gab es wenigsten einen Liegeplatz, was im sich dann im weiteren Verlauf ändern sollte..Nicht, weil es zu voll ist, nein, es gibt schlicht keine..! In Coswig sind wir nach der Ankunft in Richtung Schloß und "Alt"- oder Innenstadt maschiert um festzustellen, ja, mir fehlen die Worte: Im wesentlichen DDR-Anmut und eine augenscheinlich sterbende Stadt, kaum Menschen, kaum Geschäfte, und bis auf "Alis Oase" keine offnen Restaurants. Und Ali´s ging es augenscheinlich auch schon ganz schlecht... ! Zurückgekehrt zum Boot, haben wir relativ ergebnislos versucht, die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Zurück bleibt ein offner Mund und ein großes Fragezeichen...
Heute Morgen sind wir dann in Richtung Torgau aufgebrochen. Zu vor wollten wir im "Marina-Camp" Wittenberg tanken, was sich wegen langer Wartezeit und (fast) zu kurzem Tankschlauch trotz optimalen Anlegens alles sehr kurios gestaltete und unseren Plan, bis nach Torgau zu kommen, in Frage stellte. Das hat sich dann allerdings von alleine erledigt, da eine vorsorgliche telefonische Anfrage ergab, das man in der "Perle der Renaissance" nicht anlegen kann ! Zwei weitere lt. "Elbeführer" geeignete Anlegestellen erwiesen sich als völlig ungeeignet, da eher für Schlauchboote geeignet, obwohl anders beschrieben...("Schiffe bis 12 Meter Länge..??" ) So mußten wir ein Stück zurück fahren und haben Unterschlupf gefunden an einem schon bei der ersten Vorbeifahrt vorsorglich als "Alternative" ausgespähten Baggerschiff namens "Hogen". Das ist das Ergebnis, wenn "Revierführer" mangels Nachfrage nicht mehr neu aufgelegt werden. Wir sind gespannt, was uns diesbezüglich noch erwartet.
Morgen steht uns nun ein langer Weg stromaufwärts bis kurz vor Meißen bevor, weil es dazwischen wohl keine Anleger mehr gibt...Festmachen wollen wir am hauseigenen Steg des Restaurants "Zum Roß" in Diera-Zehren". Das soll gehen, sagt die Gastwirtin am Telefon.... Mal sehen, was der Tag morgen bringt...
Heute sah es so aus :
Coswig
Mondaufgang über der Elbe am Anleger Coswig
"Idyllischer" Liegeplatz...Ins Bild klicken, um mehr zu sehen...
Aber auch an so einem Liegeplatz -oder gerade ?- gibt es Bilderbuchsonnenuntergänge....
Heute Morgen sind wir dann in Richtung Torgau aufgebrochen. Zu vor wollten wir im "Marina-Camp" Wittenberg tanken, was sich wegen langer Wartezeit und (fast) zu kurzem Tankschlauch trotz optimalen Anlegens alles sehr kurios gestaltete und unseren Plan, bis nach Torgau zu kommen, in Frage stellte. Das hat sich dann allerdings von alleine erledigt, da eine vorsorgliche telefonische Anfrage ergab, das man in der "Perle der Renaissance" nicht anlegen kann ! Zwei weitere lt. "Elbeführer" geeignete Anlegestellen erwiesen sich als völlig ungeeignet, da eher für Schlauchboote geeignet, obwohl anders beschrieben...("Schiffe bis 12 Meter Länge..??" ) So mußten wir ein Stück zurück fahren und haben Unterschlupf gefunden an einem schon bei der ersten Vorbeifahrt vorsorglich als "Alternative" ausgespähten Baggerschiff namens "Hogen". Das ist das Ergebnis, wenn "Revierführer" mangels Nachfrage nicht mehr neu aufgelegt werden. Wir sind gespannt, was uns diesbezüglich noch erwartet.
Morgen steht uns nun ein langer Weg stromaufwärts bis kurz vor Meißen bevor, weil es dazwischen wohl keine Anleger mehr gibt...Festmachen wollen wir am hauseigenen Steg des Restaurants "Zum Roß" in Diera-Zehren". Das soll gehen, sagt die Gastwirtin am Telefon.... Mal sehen, was der Tag morgen bringt...
Heute sah es so aus :
Coswig
Mondaufgang über der Elbe am Anleger Coswig
Tankstopp in Wittenberg mit Blick auf die Kirche
Aber auch an so einem Liegeplatz -oder gerade ?- gibt es Bilderbuchsonnenuntergänge....
Mittwoch, 13. Juli 2011
Wildwasser...
Heute haben wir es tatsächlich geschafft und sind trotz spätem schlafengehen um 6:00 Uhr aufgestanden und um etwa 6:45 Uhr von Tangermünde aufgebrochen !! Die ersten 15 Kilometer haben wir in Gleitfahrt zurückgelegt; "störungsfrei" insofern, das noch keine Paddler oder Kanuten unterwegs waren, für die wir unsere Fahrt immer auf`s Minimum reduzieren, damit sie nicht nass werden von unserer Heckwelle... Allerdings blieb die Elbe auch heute -und zunehmend leer-
Kurz vor Magdeburg überquert uns der Mittellandkanal in einer Trogbrücke und im Funk hört man verschiedene Abstimmungen zum Schleusen, allerdings ohne einen Berufsschiffer zu Gesicht zu bekommen.
In Magdeburg erwarten uns drei Fahrwassereinengungen durch u.a. den "Domfelsen". Durch die Einengung erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit deutlich und "zu Tal" fahrende Schiffe können Manövrierprobleme bekommen. Aus diesem Grund ist für die Berufsschiffahrt mittels Lichtzeichen sogar eine "Einbahnstraßenregelung" eingerichtet. Trotz leichter Anspannung verläuft alles unspektakulär, allerdings erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit auf 12 km/h und wir müssen etwas mehr Gas geben, um noch spürbar voranzukommen.
Danach passiert nicht mehr viel und wir bekommen einmal mehr das Gefühl, das befahren der Elbe ist verboten : Den ganzel langen Tag lang kommen uns zwei Sportboote und drei Berufsschiffe entgegen...Das war`s ! Dafür stundenlang keine sichtbare Zivilsation, ausser der Betonnung und teilweise befestigte Ufer, zum Glück schön zugewachsen...
Überhaupt ; Was für ein Land : Da werden Wasserwege akribisch in Stand gehalten und betonnt, damit man sie gebühren- und steuerfrei mit drei bis vier Schiffchen, die weder zum TÜV müssen noch noch eine Versicherung benötigen, befahren darf. Und am Ufer sind auch noch alle nett...! So gesehen echt toll, ebenso wie die derzeit steigenden Wasserstände !
Wir sehen noch einen Schwarzstorch am Ufer, Flussregenpeiffer, Flussseeschwalben, verschiedenste Gänse und andere Vögel und zahlreiche Krokodile, die sich kurz vor dem Zusammentoss allerdings jeweils als Baumstämme und anderes Treibgut entpuppen. Wohl ein Tribut an die steigenden Wasserstände.
Dem möglichen Übernachtungsplatz "Wassersportzentrum Henning" kurz hinter Magdeburg kehren wir aufgrund des sozialistischen Urschleimanmutes der 0.Stunde fluchtartig den Rücken. Allerdings : Wovon soll die "Verschönerung" bezahlt werden, wenn so wenig los ist ? Wir fahren eine Stunde länger und finden an dem"öffentlichen Sportbootanleger" des kleinen Ortes Glinde einen ganzen Anleger für uns alleine, völlig ruhig, nur ein bißchen Angst dabei, das morgen früh hier ein Fahrgastschiff anlegen will...
Kurz vor endgültigem Einbruch der Dunkeheit regnet es zum richtigen Zeitpunkt ergiebig für den Erhalt des Wasserstandes...Bei Gewitter und prasselnden Sturzregen liegen wir direkt am Ufer, hinter dem Deich guckt die illuminierte Kirche von Glinde hervor und es ist urgemütlich....
Die Eindrücke des Tages..
Die frühe schnelle ELSE..
Schwarzstorchsichtung !
Rest kommt später, Handyakku leer--
Kurz vor Magdeburg überquert uns der Mittellandkanal in einer Trogbrücke und im Funk hört man verschiedene Abstimmungen zum Schleusen, allerdings ohne einen Berufsschiffer zu Gesicht zu bekommen.
In Magdeburg erwarten uns drei Fahrwassereinengungen durch u.a. den "Domfelsen". Durch die Einengung erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit deutlich und "zu Tal" fahrende Schiffe können Manövrierprobleme bekommen. Aus diesem Grund ist für die Berufsschiffahrt mittels Lichtzeichen sogar eine "Einbahnstraßenregelung" eingerichtet. Trotz leichter Anspannung verläuft alles unspektakulär, allerdings erhöht sich die Strömungsgeschwindigkeit auf 12 km/h und wir müssen etwas mehr Gas geben, um noch spürbar voranzukommen.
Danach passiert nicht mehr viel und wir bekommen einmal mehr das Gefühl, das befahren der Elbe ist verboten : Den ganzel langen Tag lang kommen uns zwei Sportboote und drei Berufsschiffe entgegen...Das war`s ! Dafür stundenlang keine sichtbare Zivilsation, ausser der Betonnung und teilweise befestigte Ufer, zum Glück schön zugewachsen...
Überhaupt ; Was für ein Land : Da werden Wasserwege akribisch in Stand gehalten und betonnt, damit man sie gebühren- und steuerfrei mit drei bis vier Schiffchen, die weder zum TÜV müssen noch noch eine Versicherung benötigen, befahren darf. Und am Ufer sind auch noch alle nett...! So gesehen echt toll, ebenso wie die derzeit steigenden Wasserstände !
Wir sehen noch einen Schwarzstorch am Ufer, Flussregenpeiffer, Flussseeschwalben, verschiedenste Gänse und andere Vögel und zahlreiche Krokodile, die sich kurz vor dem Zusammentoss allerdings jeweils als Baumstämme und anderes Treibgut entpuppen. Wohl ein Tribut an die steigenden Wasserstände.
Dem möglichen Übernachtungsplatz "Wassersportzentrum Henning" kurz hinter Magdeburg kehren wir aufgrund des sozialistischen Urschleimanmutes der 0.Stunde fluchtartig den Rücken. Allerdings : Wovon soll die "Verschönerung" bezahlt werden, wenn so wenig los ist ? Wir fahren eine Stunde länger und finden an dem"öffentlichen Sportbootanleger" des kleinen Ortes Glinde einen ganzen Anleger für uns alleine, völlig ruhig, nur ein bißchen Angst dabei, das morgen früh hier ein Fahrgastschiff anlegen will...
Kurz vor endgültigem Einbruch der Dunkeheit regnet es zum richtigen Zeitpunkt ergiebig für den Erhalt des Wasserstandes...Bei Gewitter und prasselnden Sturzregen liegen wir direkt am Ufer, hinter dem Deich guckt die illuminierte Kirche von Glinde hervor und es ist urgemütlich....
Die Eindrücke des Tages..
Die frühe schnelle ELSE..
Schwarzstorchsichtung !
Rest kommt später, Handyakku leer--
Dienstag, 12. Juli 2011
Stromauwärts unterwegs von km 454 bis km 389
Am Dienstag morgen sind wir von Wittenberge elbaufwärts aufgebrochen. Zuvor haben wir die versprochenen Brötchen an Bord (!) vorgefunden. Unsere Frage an den Hafenmeister, ob man beim Tanken mit Karte bezahlen kann verneinte er, bot aber sofort von sich aus an, uns zum nächsten Geldautomaten zu fahren, "weil der nämlich so weit weg sei..." Uli kam dann auf diese nette Weise in den Genuß einer kostenfreien Stadtrundfahrt und zu allem Serviceüberfluss nahm uns der Hafemmeister noch den Müll persönlich von Bord ab !! Sowas von nett und freundlich gibt`s wirklich ganz selten !
Der Tag verging stromaufwärtsfahrend vor sich hin durch völlig einsame Flusslandschaft ohne Menschen, Schiffe, Häuser oder sonstige "Zivlisationsmerkmale", man kann`s kaum glauben..!
Nach Havelberg erwartet uns die erste Gierseilfähre : Das sind an einem langen Seil, das im Fluss verankert ist, befestigte Fähren, die sich an eben diesem Seil nur durch die Kraft der Strömung von einer Flusseite auf die andere "hangeln" (sehr langsam...). Man darf nur passieren, wenn sich die Fähre an ihrem"ständigen Liegeplatz" befindet, sonst bleibt man in dem Seil hängen...! Zu allem Überfluss ist in unserem Elbeführer der"ständige Liegeplatz" falsch gekennzeichnet, was zu etwas Verwirrung führt...Zum Glück hat diese Fähre einen Funkkanal und eine kurze Verständigung mit einem zumindest akustisch waschechten Elbschiffer ("kannst noch durch, ich mach langsam...") brachte Klarheit und vorbei gehts an dem mit gelben Markierungsbojen und Schwimmern ausgestattetem Seil ohne eingefangen zu werden...!
Es folgen stundenlange Flussfahrt, immer artig im ausgetonnten Fahrwasser, und unsere erste Seeadlersichtung seit vielen Jahren ! Leider zu klein für ein Foto... Gegen 18:00 Uhr kommen wir in der Hansestadt Tangermünde an, die sich mit einem grandiosen Stadtbild und einem angenehmen Liegeplatz mit Blick auf eben dieses präsentiert.
Netter Empfang durch den Hafenmeister des Wassersportvereins Tangermünde und halb so teure Liegeplatzgebühren wie mit zwei Motorrädern und einem Zelt auf dem Campingplatz. Dafür mit ausführlicher Einweisung in alle Räumlichkeiten und "Handhabungen" (warum er mir wortlos einen gelben Sack in die Hand drückt habe ich weder verstanden noch getraut zu fragen..)
Wir beschließen, einen Tag zu bleiben, um uns das vielversprechendeTangermünde in Ruhe anzusehen. Am Mittwoch soll es dann gaaanz früh weitergehen (so bis um Dessau und "um zu...")
Hier nun ein kleiner Teil unserer Eindrücke....
Hier sind sie nun : Flusspferde !
Tangermünde bei Nacht...!
Der Tag verging stromaufwärtsfahrend vor sich hin durch völlig einsame Flusslandschaft ohne Menschen, Schiffe, Häuser oder sonstige "Zivlisationsmerkmale", man kann`s kaum glauben..!
Nach Havelberg erwartet uns die erste Gierseilfähre : Das sind an einem langen Seil, das im Fluss verankert ist, befestigte Fähren, die sich an eben diesem Seil nur durch die Kraft der Strömung von einer Flusseite auf die andere "hangeln" (sehr langsam...). Man darf nur passieren, wenn sich die Fähre an ihrem"ständigen Liegeplatz" befindet, sonst bleibt man in dem Seil hängen...! Zu allem Überfluss ist in unserem Elbeführer der"ständige Liegeplatz" falsch gekennzeichnet, was zu etwas Verwirrung führt...Zum Glück hat diese Fähre einen Funkkanal und eine kurze Verständigung mit einem zumindest akustisch waschechten Elbschiffer ("kannst noch durch, ich mach langsam...") brachte Klarheit und vorbei gehts an dem mit gelben Markierungsbojen und Schwimmern ausgestattetem Seil ohne eingefangen zu werden...!
Es folgen stundenlange Flussfahrt, immer artig im ausgetonnten Fahrwasser, und unsere erste Seeadlersichtung seit vielen Jahren ! Leider zu klein für ein Foto... Gegen 18:00 Uhr kommen wir in der Hansestadt Tangermünde an, die sich mit einem grandiosen Stadtbild und einem angenehmen Liegeplatz mit Blick auf eben dieses präsentiert.
Netter Empfang durch den Hafenmeister des Wassersportvereins Tangermünde und halb so teure Liegeplatzgebühren wie mit zwei Motorrädern und einem Zelt auf dem Campingplatz. Dafür mit ausführlicher Einweisung in alle Räumlichkeiten und "Handhabungen" (warum er mir wortlos einen gelben Sack in die Hand drückt habe ich weder verstanden noch getraut zu fragen..)
Wir beschließen, einen Tag zu bleiben, um uns das vielversprechendeTangermünde in Ruhe anzusehen. Am Mittwoch soll es dann gaaanz früh weitergehen (so bis um Dessau und "um zu...")
Hier nun ein kleiner Teil unserer Eindrücke....
Das Wohnmobilkino in Wittenberge, einige sind schon gegangen....
ELSE macht `ne Welle...
Mehr Bilder später, das übertragen geht hier nur sehr langsam, dafür das tolle "Tangermünde bei Nacht"-Bild vom Liegeplatz aus jetzt schon...
Montag, 11. Juli 2011
Auf dem Weg ins Elbsandsteingebirge...
Gestern war es nun endlich so weit : Nach erschöpfenden häuslichenVorbereitungen haben wir ELSE gestern mit geschätzten 5 Zentnern Getränken, Lebensmitteln, Klamotten usw. beladen, um uns am Sonntag morgen auf den Weg Richtung Elbsandsteingebirge/Tschechien zu machen. Anke stattet uns einen lieben Überraschungsbesuch ab und versorgt uns mit selbstgemachter Marmelade, wir räumen zwei Stunden ein, machen beim Einbau des neuen Herdes noch kurzfristig den ganzen Steg stromlos und verschwinden dann zufrieden, aber entkräftet in der Koje, mit dem Ziel, am Sonntag gegen halb acht aufzubrechen...Das klappt den auch wie geplant gegen halb zehn; Auf das Tanken verzichten wir, weil vor uns noch ein Süddeutscher Diesel bunkern will und bis wir dann fertig wären wär es elf...In Gleitfahrt geht´s elbaufwärts; Am Anleger der Fußgängerfähre in Hitzacker macht mein lieber Jürgen ein paar Bilder und Filme von der vorbeifahrenden ELSE und danach verzichten wir im wesentlichen auf die spritzehrende Gleitfahrt und begnügen uns mit ca. 10 km/h "über Grund", was ca. 15 km/h "durch`s Wasser" bedeutet, d.h. der Strom stemmt sich deutlich sichtbar mit 5 km/h gegen uns...Dafür begnügt sich ELSE mit ca. 7 Liter Diesel pro Stunde und wir kommen langsam, aber stetig voran. Die Elbe haben wir fast ganz allein für uns; obwohl "Hochsaison" ist, begegnen uns zwischen Bleckede und unserem dann erreichten Tagesziel Wittenberge vielleicht zehn Schiffe ! Einsamkeit und Natur pur bei warmen Wetter, mal Sonne, mal warmer Nieselregen. Wir wechseln uns mit dem steuern ab, Uli nur "händisch", ich überwiegend komfortabel mit dem Autopiloten und gelegentlichem Betätigen der +/- Tasten. Auf diese Weise kommen wir am Abend gegen 19:00 Uhr im Nedwighafen in Wittenberge an und finden eine völlig leere Kaimauer vor, an der wir festmachen und alleine liegen. Ein netter Hafenmeister nimmt uns günstige 13 € ab und sagt die Brötchenlieferung bis aufs Boot zu. Zwischenzeitlich gegafft uns der Inhalt von ungefähr 50 auf dem Parkplatz vor der Kaimauer stehenden Wohnmobilen... Kurz nach unserem Anlegen fährt ein nicht von uns bestelltes Taxi direkt vor dem Schiff vor, wartet (worauf ?) und im Hinblick auf unserer "Image" sag ich zu Uli : "Steig einfach ein, lass Dich einfach bißchen rumfahren, das mach echt was her..." Haben wir dann natürlich nicht gemacht....! Schnitzel mit Bratkartoffeln und Champignonpampe im "Fährhaus" - günstig und gut schmeckend- rundet den Abend ab. Zwischenzeitlich regnet es herrlich in Strömen und wir freuen uns auf den dadurch steigenden Wasserstand, das für morgen vorhergesagte schöne Wetter und unser Tagesziel Tangermünde oder Arneburg -beides soll sehr schön sein- !
Hier nun ein paar Eindrücke vom Tag; Neben den Bildern gibt`s den Livestream unter "Webcam" oder gespeicherte Videos bei JUSTIN TV (einfach ins Bild klicken...)
Neu : "Flussoptik" auf dem Kartenplotter
Die "Labe" ("Elbe") aus Decin (Tschechien) begegnet uns stromabwärts...
Die alte Eisenbahnbrücke bei Dömitz, zerstört kurz vor Kriegsende 1945...
Flusskühe I
Flusskühe II
Flusschafe...
Der "Böse Ort", eine weit in den Strom hineinreichende Sandbank vor Schnakenburg...
Plotterposition der ELSE in Wittenberge...
MY.ELSE@kabelmail.de
Hier nun ein paar Eindrücke vom Tag; Neben den Bildern gibt`s den Livestream unter "Webcam" oder gespeicherte Videos bei JUSTIN TV (einfach ins Bild klicken...)
Neu : "Flussoptik" auf dem Kartenplotter
Die "Labe" ("Elbe") aus Decin (Tschechien) begegnet uns stromabwärts...
Die alte Eisenbahnbrücke bei Dömitz, zerstört kurz vor Kriegsende 1945...
Flusskühe I
Flusskühe II
Flusschafe...
Der "Böse Ort", eine weit in den Strom hineinreichende Sandbank vor Schnakenburg...
Plotterposition der ELSE in Wittenberge...
MY.ELSE@kabelmail.de
Samstag, 25. Juni 2011
Wasserstand...
Etwa genau vor einem Jahr habe ich gefühlt etwa 100 Mal am Tag die "Großwetterlage" im Allgemeinen und die Wettervorhersage an allen nur denkbaren Orten unserer geplanten Route nach Göteborg in Speziellen beim DWD und bei wetteronline beäugt und gehofft, dass das Wetter auch so toll und "fahrbar" wird wie vorhergesagt....! Hat denn ja auch geklappt !
Dieses Jahr ist alles anders : In Vordergrund steht nicht mehr das Seewetter, sondern die Wasserstandsvorhersage bei http://www.elwis.de/ für den die Elbe-Stromkilometer 0 - 550 ! Obwohl elwis nur einmal am Tag Wasserstände und Fahrrinnentiefen aktualisiert, glotze ich mehrfach täglich auf das +/- der Pegelstände und die Fahrrinnentiefen der einzelnen Teilstrecken...! Damit nicht genug : wetteronline muß wieder täglich herhalten: diesmal nicht für wenig Wind, sondern für Regen im Einzugsgebiet rechts und links der Elbe ! Die Niederschläge der letzten Tage haben denn auch die Wasserstände deutlich anschwellen lassen. Das für die nächsten zwei Wochen vorhergesagte schöne niederschlagsarme Wetter ist allerdings nicht im Sinne unserer geplanten Fahrt nach Dresden, ins Elbsandsteingebirge und vielleicht auch nach Tschechien. Notfalls werde ich den einen oder anderen Regentanz für die notwendige Handbreit Wasser unter dem Kiel aufführen müssen !
Irritierend ist auch das schnelle Auf- und Ab der Wasserstände an den einzelnen Pegeln von eben noch gut fahrbar bis "grenzwertig" innerhalb nur weniger Tage. Mal sehen, vielleicht kommen wir ja hin und müssen dann mangels Wasser in Postelwitz (kurz vor der tschechischen Grenze) überwintern...
Dieses Jahr ist alles anders : In Vordergrund steht nicht mehr das Seewetter, sondern die Wasserstandsvorhersage bei http://www.elwis.de/ für den die Elbe-Stromkilometer 0 - 550 ! Obwohl elwis nur einmal am Tag Wasserstände und Fahrrinnentiefen aktualisiert, glotze ich mehrfach täglich auf das +/- der Pegelstände und die Fahrrinnentiefen der einzelnen Teilstrecken...! Damit nicht genug : wetteronline muß wieder täglich herhalten: diesmal nicht für wenig Wind, sondern für Regen im Einzugsgebiet rechts und links der Elbe ! Die Niederschläge der letzten Tage haben denn auch die Wasserstände deutlich anschwellen lassen. Das für die nächsten zwei Wochen vorhergesagte schöne niederschlagsarme Wetter ist allerdings nicht im Sinne unserer geplanten Fahrt nach Dresden, ins Elbsandsteingebirge und vielleicht auch nach Tschechien. Notfalls werde ich den einen oder anderen Regentanz für die notwendige Handbreit Wasser unter dem Kiel aufführen müssen !
Irritierend ist auch das schnelle Auf- und Ab der Wasserstände an den einzelnen Pegeln von eben noch gut fahrbar bis "grenzwertig" innerhalb nur weniger Tage. Mal sehen, vielleicht kommen wir ja hin und müssen dann mangels Wasser in Postelwitz (kurz vor der tschechischen Grenze) überwintern...
Montag, 20. Juni 2011
ELSE wird erwachsen...
ELSE wird erwachsen und hat mit ihrem neuen Autopiloten die Fahrt nach Bleckede am 10. und 11.06.2011 überwiegend selbständig bewältigt : Nach der Anreise nach Kappeln per Bahn und Taxi am Donnerstag vor Pfingsten sind wir am Freitag morgen um 9:30 in Richtung Bleckede, besser zum Tagesziel Travemünde oder Lübeck aufgebrochen. (Travemünde ist es dann geworden...). Nach der obligatorischen guten halben Stunde auf der Schlei haben wir bei Sonne und 3 Beaufort die Ostsee erreicht und wollten das mißlungene Kompasskalibrierungs- und Autolearn-Procedere des Autopiloten (siehe vorangegangenen Post) nunmehr ohne Hindernisse wiederholen, besser : abschließen. Während ersteres trotz artigem Kreise fahren nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte ( keine "Fertigmeldung" des Autopiloten) wurde das "Autolearnmenü" etwas großspurig mit dem Hinweis "Bestanden, Sie haben das Steuer" erfolgreich abgeschlossen angezeigt. Ruckzuck ein paar Wegpunkte eingegeben und ELSE folgt der Route des GPS mit Abweichungen von nur wenigen Fuß (0 bis max.20 feet) wie auf Schienen. Die eingegebene Tonne KO 2 entgeht nur knapp der Kollision mit ELSE, so genau wird sie angesteuert. Hindernisse können mit der "Dodge"-Funktion umfahren werden, nach Umfahrung kehrt ELSE selbständig zügig auf die Kurslinie zurück ! Genial ! Mitunter fühlt sich keiner zuständig für`s Fahren und so vergeht die Zeit mit Kaffee trinken, sonnen, chillen usw. So gesehen nicht ungefährlich, aber einer(e) hat immer geguckt, ob irgendwas im Weg ist. Um es abzukürzen : So gehts wunderbar überwiegend in Verdrängerfahrt weiter bis nach Travemünde, wo wir unweit des Fahrwassers einen unruhigen Lieegeplatz an der "Waterfront" finden, dafür nur 40 Meter zum nächsten Restaurant...! Am nächsten Tag gehts früh (9:00 Uhr) weiter, der Wellenschlag von Peter Pan und Co. und deren auf ELSE übertragene Unterwasserlärm läßt uns nicht lange schlafen. Durch den Stadtpark von Lübeck geht`s weiter zur ersten von sechs Schleusen im Elbe-Lübeck-Kanal. Alle Schleusen stehen -Dank Fahrt im "Pulk"- auf "grün" und nach Anmeldung über Funk wartet der Schleusenwärter mit dem Schleusen auch schon mal bis man da ist...!
Da es so gut geht beschließen wir, bis nach Bleckede durchzufahren. Während in Travemünde mit dem Verlassen der Ostsee und deren Weite, Einsamkeit und weißen Kielwasser ein wenig das Herz blutet (wann sind wir hier wieder ?!), empfängt uns die Elbe nach mehr als neunstündiger Kanalfahrt mit ihrem unvergleichlichem Charme, Sonne, "Urstromfeelinig" und der gleichen schönen Einsamkeit...! Der Autopilot hat sich entgegen der Befürchtung auch auf dem Kanal bewährt : Mit nur einem Motor und somit Linksdrall steuert er trotzdem gerade Kanalstrecken perfekt geradeaus und Kurven können besser als am Steuer mit den +/- Tasten am Autopiloten komfortabel am Niedergang stehend gesteuert werden !
Gegen 21:00 Uhr kommen wir in Bleckede an, wo wir von Andrea und Jürgen an dem für diese Saison gebuchten Liegeplatz erwartet werden. Aufgrund der guten Begleitumstände "zu früh" angekommen, steht uns ein ruhiger Pfingstsonntag in Bleckede bevor...Am Pingstmontag holen uns Bernd, Alena und Mila ab und ELSE´s und unserer "Binnensommer" hat begonnen !
Zwischenzeitlich ist ELSE dank Hilfe mit ihrer eigenen Webcam online : Immer wenn wir an Bord sind und Verbindung zum Mobilfunknetz haben kann man ELSE´s Umgebung als Livestream mit Ton betrachten und anhören...! (siehe unter "Webcam" im Blog)
Nachstehend nun die Eindrücke von unserer "Überführungsfahrt", die, obwohl "Mittel zum Zweck", für sich betrachtet ein Erlebnis für sich war...
ELSE fährt alleine ....!
Auf dem Weg von Kappeln nach Travemünde durch den Fehmarnsund
richtig allein....
ELSE fährt uns...!
Ups, ganz schön nah dran...
nochmal bzw. immer noch nah...
![]()
"Waterfront" vor dem Bug am Liegeplatz
Am Liegeplatz in Travemünde, Ansicht des Kartenplotters, das Bootssymbol ist ELSE
Abendstimmung am Liegeplatz...
"Gegenvekehr" auf der Trave
gefühlt verbotene Fahrt durch den Lübecker Wallgraben im Stadtpark...
Kanalfahrt...
Schleusen bis der Arzt kommt....
Immer noch Elbe-Lübeck-Kanal...
Schleusen dito....
![]()
Kanal dito....
Elbe erreicht !
Elbecharme 1
Elbecharme 2
Elbecharme 3
Freundliche Begrüßung nach der Ankunft...!
Da es so gut geht beschließen wir, bis nach Bleckede durchzufahren. Während in Travemünde mit dem Verlassen der Ostsee und deren Weite, Einsamkeit und weißen Kielwasser ein wenig das Herz blutet (wann sind wir hier wieder ?!), empfängt uns die Elbe nach mehr als neunstündiger Kanalfahrt mit ihrem unvergleichlichem Charme, Sonne, "Urstromfeelinig" und der gleichen schönen Einsamkeit...! Der Autopilot hat sich entgegen der Befürchtung auch auf dem Kanal bewährt : Mit nur einem Motor und somit Linksdrall steuert er trotzdem gerade Kanalstrecken perfekt geradeaus und Kurven können besser als am Steuer mit den +/- Tasten am Autopiloten komfortabel am Niedergang stehend gesteuert werden !
Gegen 21:00 Uhr kommen wir in Bleckede an, wo wir von Andrea und Jürgen an dem für diese Saison gebuchten Liegeplatz erwartet werden. Aufgrund der guten Begleitumstände "zu früh" angekommen, steht uns ein ruhiger Pfingstsonntag in Bleckede bevor...Am Pingstmontag holen uns Bernd, Alena und Mila ab und ELSE´s und unserer "Binnensommer" hat begonnen !
Zwischenzeitlich ist ELSE dank Hilfe mit ihrer eigenen Webcam online : Immer wenn wir an Bord sind und Verbindung zum Mobilfunknetz haben kann man ELSE´s Umgebung als Livestream mit Ton betrachten und anhören...! (siehe unter "Webcam" im Blog)
Nachstehend nun die Eindrücke von unserer "Überführungsfahrt", die, obwohl "Mittel zum Zweck", für sich betrachtet ein Erlebnis für sich war...
ELSE fährt alleine ....!
Auf dem Weg von Kappeln nach Travemünde durch den Fehmarnsund
richtig allein....
ELSE fährt uns...!
Liegeplatz in Travemünde...
nochmal bzw. immer noch nah...
"Waterfront" vor dem Bug am Liegeplatz
Am Liegeplatz in Travemünde, Ansicht des Kartenplotters, das Bootssymbol ist ELSE
Abendstimmung am Liegeplatz...
"Gegenvekehr" auf der Trave
gefühlt verbotene Fahrt durch den Lübecker Wallgraben im Stadtpark...
Kanalfahrt...
Schleusen bis der Arzt kommt....
Immer noch Elbe-Lübeck-Kanal...
Schleusen dito....
Kanal dito....
Elbe erreicht !
Elbecharme 1
Elbecharme 2
Elbecharme 3
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